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14. Mai 2026

Google stellt OKF vor — offenes Format für Agenten-Kontext

OKFMCPKnowledge CatalogContext Engineering

Mit dem Knowledge-Catalog-Repository veröffentlicht Google das Open Knowledge Format (OKF): Wissen als verlinkte Markdown-Artefakte statt isolierter Metadaten. Für Softwarearchitektur und Legacy-Analyse ist das ein relevanter Richtungswechsel.

Google hat heute das Repository GoogleCloudPlatform/knowledge-catalog veröffentlicht — und damit nicht nur einen Enterprise-Datenkatalog für KI-Agenten, sondern vor allem ein offenes Artefaktformat: das Open Knowledge Format (OKF), Version 0.1.

OKF ist bewusst minimal: ein Verzeichnis aus Markdown-Dateien mit YAML-Frontmatter. Pflichtfeld ist type — alles Weitere optional. Reservierte Dateinamen index.md und log.md strukturieren Hierarchie und Änderungsverlauf. Kein SDK, kein zentraler Schema-Registry-Zwang: Wer ein Repository klonen kann, kann OKF lesen und schreiben.

Parallel kündigt Google an, den Knowledge Catalog nativ für OKF zu öffnen und Inhalte über MCP an Agenten auszuliefern. Das Muster ist klar: passive Kataloge werden zu aktiven Kontextgraphen — grounded, versionierbar, maschinenlesbar. Für Data-Teams ist das der nächste Schritt nach Glossaren und Lineage-Tools.

Für Softwarearchitektur ist die Parallele offensichtlich: Legacy-Systeme brauchen dasselbe — nur mit Fokus auf Code, Schnittstellen, Domänen und Migrationsentscheidungen statt Tabellen und Dataprodukten. Die Architecture Graph Method (AGM), die X-BE in Projekten einsetzt, arbeitet bereits in diesem Paradigma: blueprint.md als Orchestrator, index.md pro Ebene, Markdown-Links als Kanten, MCP für Agenten.

Ob OKF zum De-facto-Standard wird, hängt von Adoption ab — nicht vom Autor. Für Architekturverantwortliche lohnt sich ab heute ein Blick auf die SPEC und die Beispiel-Bundles im Repository. Nicht weil Google es sagt, sondern weil Context Engineering ohne austauschbare Artefakte zum Prompt-Engineering verkommt.

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